Wort & Laute

Lesung und Laute? Ja, das funktioniert. Sogar sehr gut. Nicht nur der schönen Alliteration wegen.

Die Laute: Es gib sie als kleine Renaissance-Laute, als fast zwei Meter hohe Theorbe und in praktisch allen Größenordnungen dazwischen. Ähnlich vielfältig sind ihre klanglichen Möglichkeiten. Nicht umsonst war sie in der Renaissance und im Barock das Begleitinstrument der Wahl; Und die Solomusik für dieses Instrument ist Legion, von langsam bis schnell, von düster bis heiter.

Doch was passiert, wenn diese Klangpracht auf das gesprochene Wort trifft, nicht auf Lied oder Gedicht, sondern auf Prosa? Dann zeigt die Laute sich noch einmal von einer ganz anderen Seite: als Amosphäre schaffendes, Stimme und Stimmung tragendes Instrument, das das Publikum noch einmal ganz anders zum Zuhören bringt.

Aktuelle Termine

Die Mission des Hasen

»Ein Vampyrhase. Sie haben einen Vampyrhasen erschaffen.«
(Mies van Helsing in Die Herrin)

Es begann als kleiner Scherz. Auf der Suche nach einem Namen für unser Duo hielten wir plötzlich einen weißen Plüschhasen in der Hand. Einen weißen Hasen wie jenen, der in der Herrin per Unfall in einen Vampyr verwandelt wird. Uns gefiel diese Absurdität mit makabrer Note – und so fiel unsere Entscheidung auf Coniglio Mortale – Tödlicher Hase.

Doch warum gibt es Coniglio Mortale?

Lesungen mit Musikbegleitung gibt es viele. Uns ging es darum, die Möglichkeiten dieser Kunstform neu und tiefer zu beleuchten. Oft ist das eine oder andere Beiwerk: Die Musik schafft einen Moment des Luftholens, der Text gibt Informationen zum Musikstück. Wir wollen beides gleichberechtigt nebeneinanderstellen.

Zudem teilen wir beide eine Vorliebe für das Düstere, Makabre, Dunkel-Komische. Entsprechend waren unsere ersten drei Abende Lesungen aus Krimis sowie ein Hommage an die klassische Schauerliteratur.

Vanessa Heinisch – Laute

Lauteninstrumente: Für Vanessa Heinisch bedeuten sie Schönheit, Eleganz und Vielseitigkeit. Deshalb ging sie, nachdem sie ihr Studiums der Gitarre bei Prof. Olaf Van Gonnissen an der Musikhochschule Frankfurt am Main mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, nach Köln: Sie studierte Laute und Continuospiel bei Konrad Junghänel und legte 2009 in diesen Fächern ihr Konzertexamen ab. Seitdem konzertiert sie mit Renaissance- und Barocklauten, Theorbe sowie Barockgitarre und genießt die Vielseitigkeit ihres Repertoires als Ensemblemusikerin und Solistin. Als Generalbassspielerin beim La Folia Barockorchester arbeitete sie in Konzerten und CD-Produktionen mit Solisten wie Hille Perl, Jan Vogler, Maurice Steger, Simone Kermes und Dorothee Oberlinger. Zudem wirkt sie regelmäßig bei Produktionen von Opern, Oratorien und Passionen mit. Konzertreisen führten sie durch Europa, nach Taiwan, Südkorea und Russland.

Ihre Arbeit mit Kammermusikensembles erstreckt sich über hochbarockes Repertoire bis hin zur Musik der Renaissance. Das von ihr gegründete Ensemble Il Giratempo tourt aktuell intensiv mit einem Cross-Over-Projekt mit der Sopranistin Laila Salome Fischer und dem Saxophonisten Magnus Mehl.

Mehr zu Vanessa Heinisch online unter www.vanessaheinisch.com und www.giratempo.com.

Unsere aktuellen Programme

Kino für die Ohren

Ein musikalisches Damenopfer

Helmut Barz liest aus seinem Roman Damenopfer – Katharina Klein in den Schlagzeilen. Vanessa Heinisch zaubert dazu auf der Theorbe einen Soundtrack vom zarten Glissando bis zum rockig anmutenden Basslauf. Dazu hat sie ein paar zu Unrecht selten gespielte Stücke aus dem 17. Jahrhundert wiederentdeckt.

Die Herrin

Schaurige Moritat aus böser Zeit

Helmut Barz liest aus seiner Hommage an die Schauerliteratur des 19. Jahrhunderts. Begleitet, umrahmt und untermalt von Musik aus dem 17. Jahrhundert auf der Barocklaute sowie auf der Melodica. Ein schaurig-schönes, augenzwinkerndes Event für Freunde des gepflegten Grusel.

African Baroque

Urlaub, Serienmord & Laute

Helmut Barz liest aus seinem Roman African Boogie – Katharina Klein im Urlaub. Vanessa Heinisch lässt dazu die finger über die Seiten ihrer Theorbe tanzen. Mit Musiken von Kapsberger, Piccinini und de Visee.

Ein paar Beispiele unserer Arbeit

Wissenswertes für Veranstalter

Details sind jeweils abzusprechen, aber wir benötigen wenigstens 4 Quadratmeter Bühnenfläche und eine lichte Höhe von 2,5 Metern, da die Lauteninstrumente zum Teil sehr groß sind. Die Bühne sollte gut ausgeleuchtet und einsehbar sein. Details werden im Vorfeld abgesprochen.

Abhängig von der Raumgröße ist eventuell eine Verstärkung notwendig. Dabei versorgen wir uns bis zur Bühnenkante (Mikrofone, Stative …) selbst. Die eigentliche Verstärkeranlage wird vom Veranstalter gestellt. Details werden im Vorfeld abgesprochen.

Auch wenn wir für unsere eigenen Auftritte mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln werben: Pressarbeit und Werbung fällt in die Verantwortung des Veranstalters, sofern nichts anderes abgesprochen ist.

Ja, wir erwarten ein Honorar. Dabei haben wir mit unterschiedlichen Modellen vom Festhonorar über Tür-Deals bis hin zu „Was ist es Ihnen Wert“-Publikumsspenden gute Erfahrungen gemacht. Auf alle Honorare fällt 7% Umsatzsteuer an. Einnahmen aus dem Buchverkauf bleiben bei uns, sofern von uns organisiert.

Ab einer Entfernung von 50 Kilometern von Frankfurt berechnen wir Reisekosten nach Absprache. Ab einer Entfernung von 100 Kilometern benötigen wir zudem eine Unterkunft, deren Kosten zulasten des Veranstalters gehen. Details werden jeweils im Vorfeld abgesprochen.

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