Gute Bücher über das (professionelle) Schreiben und das Berufsbild bzw. das Arbeitsumfeld von Schreibenden sind rar. Hier stelle ich meine Favoriten vor.
Sucht man nach Büchern über das Schreiben, so findet man viele Bücher über die Kunst und das Handwerk des Erzählens, einige Ratgeber über den Aufbau von anderen Texten als Romanen und in zunehmendem Maße Bücher dazu, wie man das Geschriebene vermarktet und daraus sein Online-Business schmiedet. Bei letztgenannten (Mach-)Werken tritt das eigentliche Schreiben immer weiter in den Hintergrund, denn dafür gibt es ja KI.
Doch wer nach einem Buch sucht, das einem grundlegende und/oder praktische Fragen beantwortet, etwa jene nach dem Aufbau eines Arbeitsplatzes oder der Organisation eines größeren Schreibprojektes, wird nur selten fündig.
Die folgenden drei Bücher jedoch fand ich für meine Arbeit äußerst hilfreich – und unterhaltsam sind sie auch noch.
Stephen King: On Writing/Das Leben und das Schreiben
Wenn einer der erfolgreichsten Schriftsteller unserer Zeit über das Schreiben spricht, lohnt es sich zuzuhören – demnächst kann man dabei sogar Kings deutscher Stimme David Nathan lauschen. King verbindet handfeste Ratschläge mit Betrachtungen über sein Leben – aus der Perspektive seiner Rekonvaleszenz nach einem schweren Verkehrsunfall. Und allein schon die Anekdote, in der er beschreibt, wie er gegen jede negative Kritik abgehärtet wurde, macht die Lektüre dieses Buches lohnenswert:
Stephen King: Das Leben und das Schreiben
Dorothea Brande: Becoming a Writer/Schriftsteller werden
Dieser bereits 1934 erstmals erschienene Band der damals bereits renommierten Autorin und Lektorin Dorothea Brande setzt sich wie kein anderes Buch mit dem Arbeitsalltag, aber auch der Psychologie des Schreibens auseinander – voller guter Ratschläge und Denkanstöße.
Dorothea Brande: Schriftsteller werden
Dorothea Brande: Becoming a Writer
Sol Stein: Über das Schreiben
Sol Stein ist nicht nur selbst erfolgreicher Schriftsteller (und Writing Coach), sondern auch Lektor einiger der erfolgreichsten Schreibenden der letzten 50 Jahre. In seinem Buch widmet er sich den „Nuts and Bolts“, dem Handwerk des Schreibens aus Perspektive des Lektors – er ist derjenige, den wir uns hinter uns wünschen, wenn wir schreiben.
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