Lesen für Schreibende

Lesen für Schreibende

Prolog: Worte sind meine Droge

Romane, Sachbücher, Zeitschriften, Zeitungen, Blog-Einträge, Nachrichten-Sites von Politik bis Klatsch & Tratsch, Social-Media-Posts, Broschüren, Bedienungsanleitungen – ja, selbst die Liste der Inhaltsstoffe auf einer Shampoo-Flasche ist nicht sicher vor mir: Ich bin süchtig. Worte sind die Droge meiner Wahl. Und damit bin ich nicht allein – es geht vielen meiner schreibenden Kolleginnen und Kollegen genauso.

Umso erstaunter war ich über den folgenden Dialog mit einer jungen Frau nach einer meiner Lesungen. Und nein, den habe ich mir nicht ausgedacht. Sie war auch keine zehn Jahre alt, sondern durchaus im jüngeren Erwachsenenalter.

Sie: »Ich möchte gerne schreiben.«

Ich: »Gute Idee. Und was?«

Sie: »Ich weiß nicht. So ein Buch halt.«

Ich: »Was lesen Sie denn gerne?«

Sie: »Wieso lesen? Muss ich zum Buchschreiben lesen?«

Ich: »Ja. Natürlich.«

Sie: »Lesen ist doch doof.« (ein genervtes Seufzen, als ich ihr nicht zustimme) »Und was so?«

An dieser Stelle habe ich mir wieder einmal gewünscht, so schlagfertig zu sein wie meine Romanfiguren. Doch anstatt eines geistreichen Aperçus kam nur ein »Äh … Ja …« über meine Lippen.

Ich habe die junge Frau nicht wiedergesehen. Auch nichts von ihr gehört. Eine große schriftstellerische Karriere scheint ihr also nicht beschieden worden zu sein – zumindest bisher. Daher hier die Antwort, die ich ihr auf ihre Frage eigentlich schulde:

Offener Brief an eine Nicht-Leserin, die schreiben will

Liebe junge Dame,

nun bin ich wahrlich ein Freund des Schreibens als Volkskunst und mag daher Ihren Plan, ein Buch zu schreiben, nicht gleich verdammen. Aber dennoch möchte ich einige Worte an Sie richten:

Ich habe Schreibende aller Lebenspfade getroffen. Selbst ein schwerer Legastheniker war darunter. Manche von uns rasen durch Seiten und können sie auch Tage später noch fast wörtlich wiedergeben; andere müssen jedes Wort mit den Lippen formen. Manche verdauen Heidegger ohne bleibende Schäden, für andere ist beim Kriminalroman die Grenze ihres Intellekts erreicht.

Doch uns alle eint eins: Wir lesen. Viel.

Aber allen Spott, alle Vorurteile, alle Unkerei über den Untergang des Abendlandes mal beiseitegelassen: Ihre Frage »Und was so?« ist durchaus valide.

Soweit der Brief. Denn diese Frage betrifft uns am Ende alle, egal ob wir gerade unseren ersten Absatz tippen oder den zehnten Roman lektorieren. Wer schreiben will, muss lesen. Doch die Welt der Literatur ist ein dichter Dschungel. Was genau sollten wir also auf unsere literarische Speisekarte setzen? Und was dürfen wir getrost ausspucken?

Kapitel 1: Die literarische Speisekarte (Was wir lesen sollten – und was nicht)

Gehen wir die Gänge einfach der Reihe nach durch. Hier ist das Menü für alle, die das Schreiben ernst nehmen.

Was du lesen solltest

»Gute Literatur«

Jetzt bist du bestimmt verschreckt und fühlst dich an die Traumata aus dem Deutschunterricht erinnert. Daran, wie man dich mit Texten bewarf, für die du vielleicht noch nicht reif warst, nur um dich dann mit Fragen zu bombardieren, die zumeist auf eine einzige hinausliefen: »Was will uns der Autor damit sagen?«

Vergiss das Gelernte. Greif erneut nach Klassikern und modernen Klassikern (Listen findest du online und offline zuhauf) und entdecke sie neu. Du wirst rasch feststellen, dass diese Bücher aus gutem Grund noch immer gelesen werden: Manche sind wunderschön, manche bizarr-faszinierend, manche treiben einem die Bilder und Sätze wie mit Faustschlägen ins Hirn – doch kaum eines ist ohne Wirkung.

Weltwissen

Wenn du schreiben willst, kannst du eigentlich nie genug wissen. Deshalb ist mindestens jeder zweite Text, den ich lese, ein Sachtext. Philosophie, Politik, aber auch Psychologie, Naturwissenschaften oder Wirtschaft. Ich persönlich lasse mich von meinem Interesse und meiner Neugierde leiten. Und genau dazu kann ich dir nur raten.

Gattung und Genre

Wenn du Texte schreiben willst, musst du genau die Art von Texten lesen, die du erschaffen möchtest. Du willst Romane schreiben? Dann lies Romane. Du willst Drehbücher schreiben – also Texte und Dialoge für Filme und Fernsehsendungen? Dann musst du Drehbücher lesen (und Filme sehen). Steckt in dir ein Dichter, der seine Gedanken in Versen niederlegen will? Dann musst du Gedichte lesen – und sei es nur aus Solidarität: Poesie, so sagen böse Zungen, ist die einzige Literaturgattung, die mehr Schreibende als Lesende aufweisen kann.

Das Gleiche gilt für Genres: Liebesromane, Krimis, Fantasy oder Thriller. Alle Genres haben Konventionen und Spielregeln – von der Sprache über den Szenen- und Handlungsbau bis hin zum Umgang mit den Leserinnen und Lesern. Die musst du kennen, auch wenn du von Regeln nichts hältst. Nur dann kannst du sie auch richtig brechen.

Oh Gott, so viel lesen? Ach, komm schon. Du willst doch – sagen wir mal – Krimis schreiben, weil du Krimis magst, oder? Ich mach das genauso. Ehrenwort. Für meinen Roman »African Boogie« habe ich mich durch die gesammelten Werke von Agatha Christie und Dorothy L. Sayers gelesen; für »Dolphin Dance« durch die Klassiker der Schwarzen Serie. Jeweils mit Genuss – und mit beruhigtem Gewissen, da ich mir die Lektüre dieser vermeintlich trivialen Literatur selbst als Recherche verkaufen konnte.

Fachwissen

Apropos Recherche: Nirgendwo bekommst du geballt so viel Fachwissen geboten wie in Büchern. Versprochen. Im Rahmen meiner Katharina-Klein-Krimis habe ich alles gesammelt, was mir zu Kriminologie, Kriminalistik, Rechtsmedizin und Kriminalgeschichte in die Finger gekommen ist. Auch das Strafgesetzbuch (StGB) und die Strafprozessordnung (StPO) waren vor mir nicht sicher. Du weißt schon: Das sind die Bücher, in die der Richter guckt, um zu erfahren, wie lange böse Menschen in den Knast müssen.

Was du NICHT lesen musst

Ja, du hast richtig gehört. Du bist jetzt vermutlich erleichtert: Es gibt Bücher, deren Lektüre du dir getrost ersparen kannst.

Die »Bestsellerlisten«

Jene Bücher also, die gerade alle kaufen und lesen. Hin und wieder magst du sicher mal der Versuchung erliegen und nach einem Band auf diesen Listen greifen – und sei es nur, um zu wissen, was gerade so in ist. Das ist auch völlig in Ordnung. Aber tiefgreifend Neues wirst du dort selten erfahren. Ich zumindest war bei meinen Versuchen in den letzten Jahren oft enttäuscht – Ausnahmen wie »Darm mit Charme« oder die »Känguru-Chroniken« bestätigen die Regel.

Zudem kommen Bestsellerlisten – und noch viel schlimmer: die von Kritikern und sonstigen Experten zusammengestellten »Bestenlisten« – gerne mit dem erhobenen Zeigefinger daher. Du denkst, ich bin gerade streng mit dir? Dann hör diesen Listen mal zu: »DAS MUSST DU GELESEN HABEN! ODER DU BIST DOOF! UNGEBILDET! EIN SCHLECHTER MENSCH!«, schreien sie dir in Buchhandlungen und aus den Feuilletons entgegen. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich kann da sehr gut weghören.

99 % aller Schreibratgeber

Jawoll. Deshalb darfst du jetzt diesen Text auch zerknüllen.

Halt! Nein! Nicht den Computermonitor!

Ich spreche natürlich von den Ratgebern in Buchform – unter denen es selbstverständlich auch zahlreiche gute Titel gibt (ich nenne dir später noch meine Favoriten). Mein Tipp: Schau dir genau an, wer dich dort belehren will. Anders als in der Schule kannst du dir deine Lehrer nämlich aussuchen. Die Chancen stehen gut, dass du von Stephen King oder Elizabeth George mehr über das Erzählen von Geschichten lernst als vom Preisträger der Goldenen Himbeere für das schlechteste Drehbuch.

Schlechte Bücher!

Und damit meine ich ausnahmsweise nicht jene Titel, auf die alle naserümpfend mit den Fingern zeigen (und die dann doch heimlich unter der Bettdecke gelesen werden), sondern jene, die dir subjektiv nicht gefallen. Die du schlecht findest oder – das tödlichste aller literarischen Urteile – langweilig. Das Leben ist zu kurz, um sich mit Büchern herumzuärgern, die man eigentlich nicht lesen will.

💡 Takeaway: Deine literarische Speisekarte

  • Lies das, was du schreiben willst (Gattung & Genre). Wer die Regeln brechen will, muss sie erst kennen.
  • Füttere deinen Kopf mit Weltwissen und recherchiertem Fachwissen.
  • Ignoriere den elitären Zeigefinger der Feuilletons und Bestenlisten.
  • Erteile dir selbst die Erlaubnis, schlechte oder langweilige Bücher einfach abzubrechen (dazu später mehr!).

Kapitel 2: Wie ein Dieb in der Nacht: Fiktion analytisch lesen

Lesen darf (und soll) Spaß machen. Ja, auch uns Schreibenden. Denn wie wollen wir Freude spenden, wenn wir sie nicht empfinden? Dennoch sollten wir uns ein paar Gedanken darüber machen, wie wir vom Lesen für unser Handwerk profitieren – jenseits der Osmose, die ohnehin stattfindet, wenn man sich guter Kunst in ausreichendem Maße aussetzt.

Die 80/20-Regel des Lesens

Bist du überrascht, wenn ich dir sage: Rein in den Ohrensessel oder ab ins Bett – und los geht’s? Ich hatte es doch schon gesagt: Lesen darf und soll Spaß machen. Und genau mit dieser Haltung werden später auch deine Leser an deine Texte herangehen. Außerdem ist Lesen für uns auch Freizeitgestaltung. Wenn wir es anstrengend wollen, können wir schließlich einen Dauerlauf machen.

Doch worauf achten wir? Ich wage mal zu behaupten: Etwa achtzig Prozent der Bücher, die wir lesen, erfüllen ihren Job unauffällig und unterhalten uns mal mehr, mal weniger gut.

Interessant wird es bei den restlichen zwanzig Prozent: Das sind die Bücher, die uns entweder besonders packen (nennen wir sie der Einfachheit halber besonders gute Bücher), oder jene, die uns über die Maßen langweilen, über die wir uns ärgern oder die gar physisches Unwohlsein erregen: die besonders schlechten Bücher. Was wir mit letzteren anstellen, klären wir in einem späteren Kapitel.

Die besonders guten Bücher jedoch lohnen fast immer einen zweiten Blick – und sei es nur, um das Lesevergnügen zu wiederholen. Weil wir Schreibenden aber immer auch Lernende sind, bringt uns eine analytischere Zweitlektüre genauen Aufschluss darüber, warum uns ein Buch so gut gefällt.

Einen zweiten Blick lohnen übrigens auch besonders erfolgreiche Bücher. Ich meine damit nicht zwingend die schnelllebige Bestsellerliste, sondern Klassiker, die sich seit Jahrzehnten halten – vor allem jene im eigenen Genre. Für mich als Krimiautor ist die Lektüre von Agatha Christie noch immer grandioser Anschauungsunterricht im ökonomischen und fesselnden Erzählen.

Vergiss den Deutschunterricht: »Wie zum Teufel ist das gemacht?«

Den einen oder anderen mag es jetzt gruseln. Fühlst du dich wieder an den Deutschunterricht erinnert? An die dräuende Frage: »Was will uns der Autor sagen?« Andere werden jetzt vielleicht abwinken: Analytisch lesen? Kenn ich. Kann ich.

Nur: Die klassische Frage nach der Bedeutung bringt uns als Autoren nicht unbedingt weiter. (Womit nicht gesagt sein soll, dass man sich als Autor nicht bewusst sein sollte, was man schreibt. Das oft elegisch dahingehauchte »Ich nenne den Himmel blau, weil er blau ist; das ist die ganze Bedeutung« ist Bullshit: Gute Autoren wissen, was sie schreiben – sie ziehen es nur vor, nicht darüber zu sprechen).

Eher hilft uns der Ansatz, der danach fragt, wie sich die Bedeutung in einem Text überhaupt konstruiert. Damit kommen wir der Frage nahe, die für uns wirklich relevant ist:

»Wie ist es gemacht?«

Genau das wollen wir wissen. Wir wollen vom Text lernen, wie der Geselle von der Meisterin lernt. Und natürlich – seien wir doch mal ehrlich – wollen wir die cleversten Tricks stehlen. Wie ein Dieb in der Nacht.

Die Werkzeugkiste: Den Tricks auf der Spur

Bevor wir anfangen zu analysieren, müssen wir uns fragen: Welche Elemente eines Textes interessieren uns eigentlich besonders? Warum beeindruckt er uns? Sind es die lebendigen Charaktere? Der Plot, der uns ängstlich an den Nägeln kauend Seite um Seite umblättern lässt? Die satirischen Umschreibungen der Realität? Der ganz besondere Umgang mit Sprache?

Danach sollten wir bei der zweiten Lektüre gezielt Ausschau halten. Das klingt mühsam und ist es zuweilen auch. Gerade gute Texte sind oft sehr geschickt darin, ihre Mittel zu verbergen. Manchmal ist das Gesuchte so offensichtlich, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.

Beispiel Pacing: Ich habe mich bei einem Thriller lange gefragt, wie das Buch ein derart hohes und mitreißendes Tempo entwickeln kann. Erst beim vierten Mal Lesen ist es mir aufgefallen: Das ganze Buch steht im Präsens. Das erzeugt eine Atemlosigkeit und Unmittelbarkeit, der man sich nur schwer entziehen kann.

Beispiel Charakterbau: Ein anderes Beispiel (das ich gnadenlos übernommen habe): Ich habe mich immer gefragt, wie Agatha Christie es schafft, so interessante Charaktere zu erschaffen und gleichzeitig so ökonomisch zu erzählen.

Erstens hat jeder Charakter bei ihr stets eine ganz klare Aufgabe im Rahmen der Handlung. Niemand ist nur Zierrat. (Klingt selbstverständlich? Ist es leider nicht. Ich bin in so manchen Romanen schon vielen, sehr überflüssigen Figuren begegnet).

Zweitens beherrscht sie den Umgang mit dem Klischee perfekt. Sie erschafft Charaktere, die wir archetypisch sofort erkennen und die daher kaum Beschreibung benötigen – etwa die englische Lady auf Reisen. Interessant werden sie dadurch, dass Christie ihnen eine einzige Eigenschaft verpasst, die heraussticht. Miss Marple ist eine reizende, alte Dame in gutem Allgemeinzustand – bis auf ihre übertriebene Neugier. Justice Lawrence Wargrave in »Da waren es nur noch neun« ist der Inbegriff des britischen Justizwesens, der es mit der Gerechtigkeit dann doch etwas zu genau nimmt.

Achte mal darauf, wie Christie selbst kleine Nebenfiguren durch ein unpassendes Detail bemerkenswert macht. Ein Trick, den ich mir sofort in die eigene Werkzeugkiste gelegt habe.

Der Dialog mit den Kollegen

Das analytische Lesen von uns Schreibenden unterscheidet sich in einem Faktor ganz wesentlich von der Lektüre der Kritik oder Literaturwissenschaft: Wir sind nicht um Allgemeingültigkeit bemüht. Wir lassen uns von unserer ganz individuellen Leseerfahrung leiten. Wir treten in einen Dialog mit den Kollegen – meiner Meinung nach eine bessere Schule als alle Patentrezept-Schreibratgeber der Welt zusammengenommen.

Dieser Dialog muss übrigens nicht nur in deinem Kopf oder textimmanent stattfinden. Viele Kolleginnen und Kollegen geben gerne Auskunft, wenn man ihnen eine klare Frage stellt. Andreas Eschbach zum Beispiel hat eine ganze Abteilung seiner Website diesen Fragen gewidmet.

Wundere dich aber nicht, wenn der angesprochene Autor selbst ganz überrascht ist, wenn du ihm eine Beobachtung schilderst. Von mir wollte zum Beispiel ein Leser einmal wissen, warum ich Personen häufig anhand ihres Handschlags charakterisiere – und ob das eine bewusste Art von »Show, don’t tell« sei. Mir war das bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht aufgefallen! Aber der Leser hatte recht: Der Handschlag ist eine Handlung, die sich rasch in Worte fassen lässt und sehr viel über eine Person aussagt. Ich beurteile Menschen auch im Alltag oft danach.

Anders ausgedrückt: Ich bin zwar alles andere als berühmt und selbst ein Lernender, aber wenn du Fragen hast, antworte ich gerne. Sofern ich es vermag.

💡 Takeaway: Fiktion analytisch lesen

  • Die 80/20-Regel: Lies zu 80 % zum reinen Vergnügen. Analysiere die 20 %, die extrem gut (oder extrem schlecht) sind.
  • Stell die Handwerker-Frage: Frag nicht »Was will der Autor sagen?«, sondern »Wie zum Teufel hat er das gemacht?«.
  • Identifiziere die Tricks: Achte gezielt auf Pacing (z.B. Tempus), Handlungsökonomie und Charakterdetails (Das Agatha-Christie-Prinzip).
  • Sei ein Dieb: Wenn eine handwerkliche Technik funktioniert, klaue sie und nutze sie für deine eigenen Texte.

Kapitel 3: Der Röntgenblick: Sachbücher sezieren statt konsumieren

Ob für die knallharte Fakten-Recherche oder einfach aus purer Neugier: Wir Schreibenden greifen oft und gerne zum Sach- oder Fachbuch. Doch wie liest man so einen Wälzer richtig und zielführend? Wie bewertet man den Inhalt?

Dazu sollten wir uns im Wesentlichen eine einzige Frage stellen. Und ja, es ist exakt jene Frage, die wir im letzten Kapitel bei der Fiktion noch so leidenschaftlich aus dem Fenster geworfen haben:

»Was will uns der Autor damit sagen?«

Bei Sachbüchern ist diese Frage plötzlich überlebenswichtig. Gehen wir davon aus, dass du das nötige Vorwissen mitbringst. Wenn dir der Inhalt eines Sachbuchs dann noch immer unklar ist oder der Autor dich bewusst im Unklaren und Ungefähren zurücklässt, ist dieses Buch für dich – und deine Recherche – völlig nutzlos.

Erkenntnisgewinn vs. Zeitverschwendung (Der Bullshit-Detektor)

Jedem ist wohl schon mal ein Buch begegnet, bei dem man bei jeder Zeile nickt und sagt: »Ja, genauso ist es!« Viele Sachbücher – speziell aus dem Segment Ratgeber und Lebenshilfe – haben genau daraus ein lukratives Geschäftsmodell gemacht. Sie bestätigen dir einfach nur, was du ohnehin schon weißt. In einer Mischung aus netten Geschichten und schönen Allgemeinplätzen validieren sie unser Dasein. Das ist natürlich auch mal recht schön fürs Ego, bringt dich als Autorin oder Autor jedoch nicht unbedingt weiter. (In seiner berühmten »Anleitung zum Unglücklichsein« hat Paul Watzlawick genau diese Form der Ratgeber meisterhaft parodiert).

Deswegen ist mein persönliches Qualitätskriterium für ein Sachbuch ein ganz simples: Wie hoch ist der Anteil der Dinge, die ich bis dato noch nicht wusste – und die mich idealerweise zum Nachdenken bringen? Wir schlagen diese Bücher schließlich auf, um Neues zu erfahren.

Die Universitäts-Strategie: Gezielt Antworten finden

Es gibt zwei Arten, ein Sachbuch zu lesen. Entweder liest du es, weil dich das Thema als Ganzes interessiert (z.B. eine Biografie). In diesem Fall reicht es oft, die Einleitung oder das erste Kapitel anzulesen, um zu wissen, ob der Stil für dich passt.

Interessanter wird es, wenn du auf der Suche nach einer ganz bestimmten Antwort für dein aktuelles Schreibprojekt bist. Du könntest jetzt natürlich das gesamte Buch durchackern und hoffen, irgendwann über den gesuchten Fakt zu stolpern. Doch es gibt eine viel schnellere Strategie. Wer mal an einer Universität studiert hat, kennt sie (oder sollte sie sich schnellstens aneignen, sonst arbeitet man sich zu Tode):

  • Das Inhaltsverzeichnis: Dein erster Blick führt dich hierhin. Hat das Buch sprechende Kapitelüberschriften? Wird dein Thema überhaupt gestreift? Idealerweise findest du hier sofort das Kapitel mit deiner gesuchten Antwort.
  • Die Einleitung (Prämisse prüfen!): Bevor du dich auf das Zielkapitel stürzt, lies die Einleitung. Hier findest du den Abriss des aktuellen Forschungsstands und – noch wichtiger – die Prämisse des Buches. Hier ergibt sich die Glaubwürdigkeit! Ein Text kann noch so überzeugend klingen; wenn die Prämisse falsch ist, ist alles falsch. Ein astronomisches Sachbuch, dessen Autor zugleich überzeugter Astrologe ist, solltest du mit Vorsicht genießen. Nota bene: Das gilt besonders für spektakuläre Sachbücher, die in Richtung Verschwörungstheorie abdriften. Achte genau darauf, ob die Prämisse auf Fakten oder purer Spekulation beruht.
    Außerdem checkst du hier die Sachebene: Ein Buch über die »Chemie der Milch« mag dir detailliert molekulare Vorgänge beschreiben – es liefert dir aber noch lange keine praktische Anleitung, wie man perfekte Sahne schlägt.
  • Das Schlusskapitel: Ein gutes Sachbuch fasst hier die gesamte Argumentation, die wesentlichen Thesen und Ergebnisse noch einmal zusammen. Bleibt das Buch auch hier im Ungefähren? Dann leg es getrost beiseite.
  • Das Kapitel mit der Antwort: Jetzt, da du weißt, worauf das Buch fußt und wohin es führt, kannst du gezielt dein gesuchtes Kapitel lesen (und bei Bedarf die umliegenden Kapitel hinzuziehen, um die Argumentation nachzuvollziehen).

Handwerkszeug für die Recherche

Wenn du eine spezifische Antwort gefunden hast, willst du sie beim Schreiben später schnell griffbereit haben. Du willst nicht jedes Mal das entliehene Buch neu aufschlagen müssen.

Deshalb führe ich bei meinen Projekten immer ein sogenanntes Recherchedokument. Darin fasse ich das gesammelte Wissen in eigenen Worten zusammen. Wenn es sinnvoll ist (oder wenn ich vorhabe, das Buch direkt zu zitieren), notiere ich mir exakte Exzerpte – also kürzere oder längere Originalpassagen aus dem Text. Vergiss dabei niemals, dir die exakten Seitenzahlen zu notieren! Du wirst mir später danken.

Wie überprüfe ich den Wahrheitsgehalt?

Ganz einfach:

  • Schau auf den Autor: Ein anerkannter Experte wird seine Erkenntnisse belegen und im sogenannten Peer Review von Kollegen überprüfen lassen.
  • Achte auf Belege: Wenn eine Argumentationskette zu spekulativ ist und massenhaft unbelegte Annahmen macht, sollten bei dir alle Alarmglocken schrillen.
  • Lies kollegiale Rezensionen: Was sagt die Fachwelt zu dem Buch?
  • Vertrau deinem Bauchgefühl: Es lohnt sich fast immer, gesicherte Erkenntnisse über eine zweite Quelle zu bestätigen – ganz besonders dann, wenn du sie als zentralen Fakt für deinen eigenen Text verwenden möchtest.

💡 Takeaway: Sachbücher sezieren

  • Wissen statt Validierung: Ein gutes Sachbuch liefert dir Neues, anstatt dir nur zu bestätigen, was du schon weißt.
  • Die Uni-Methode: Lies nicht linear! Nutze Inhaltsverzeichnis -> Einleitung -> Schluss -> Zielkapitel, um gezielt Antworten zu finden.
  • Prüfe die Prämisse: Ist das Fundament des Buches logisch und faktisch belegt oder reine Spekulation?
  • Dokumentiere sauber: Lege dir ein Recherchedokument an und notiere dir Exzerpte inklusive Seitenzahlen.

Kapitel 4: Die dunkle Seite der Macht: Vom produktiven Umgang mit schlechten Büchern

Die Geschmacks-Relativisten werden mich jetzt vielleicht hassen, aber sprechen wir es offen aus: Ja, es gibt objektiv schlechte Bücher. Nicht alles lässt sich einfach mit einem »unterschiedlichen Geschmack« wegerklären.

Zu den objektiv schlechten Büchern zähle ich Werke, die bewusst falsche Informationen verbreiten. Denk an durchs Internet geisternde medizinische Studien mit gefälschten Forschungsergebnissen, die bis heute fatale Auswirkungen haben. Oder denke an Bücher, die gesellschaftlich schädliche Weltbilder und Ideologien propagieren. Ein analytischer Blick in »Mein Kampf« oder in die pseudo-philosophischen Eigennutz-Traktate gewisser russisch-amerikanischer Autorinnen kann zwar aus historischer oder politischer Sicht notwendig sein, um die Abgründe des Zeitgeists zu verstehen – doch als Schreibhandwerkliche Schulung brauchen wir sie nicht.

Über diese objektiv schädlichen Bücher möchte ich hier auch gar nicht sprechen. Wir widmen uns den Büchern, die wir in unserem Ohrensessel oder am Schreibtisch subjektiv als schlecht empfinden.

Gerade in der fiktionalen Literatur gibt es dafür ein absolut klares Kriterium: Langeweile.

Warum uns ein Buch langweilt, kann viele Gründe haben: Das Thema interessiert uns nicht, das Genre ist nicht unser Fall, oder eine völlig unoriginelle Geschichte wird zum tausendsten Mal uninspiriert aufgewärmt. Wie schon in Kapitel 1 erwähnt: Diese Bücher können wir getrost beiseitelegen. Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang, und es lohnt sich einfach nicht, seine Lesezeit zu verschwenden.

Es gibt jedoch zwei Ausnahmefälle, in denen sich die Auseinandersetzung mit einem subjektiv schlechten fiktionalen Text für uns Schreibende extrem lohnt:

Fall 1: Der unerklärliche Mega-Erfolg

Das Buch feiert gigantische Erfolge, oder es wird von Menschen geschätzt, auf deren Meinung wir eigentlich großen Wert legen.

Jeder kennt diesen Bestsellerautor, der in seinen Thrillern im Internet angelesenes Halbwissen intellektuell verbrämt und sprachlich von Stilblüte zu Stilblüte flattert. Oder die Romane, die auf unzähligen Seiten hochproblematische Beziehungsstrukturen romantisieren, aber millionenfach gekauft werden. Solche Phänomene lohnen einen analytischen Blick!

Frag dich hierbei:

  • Welcher Zeitgeist findet in diesen Büchern seinen Ausdruck?
  • Welches tiefe Bedürfnis der Leserschaft wird dort befriedigt?
  • Welche Lehren kann ich aus dem Marketing dieses Buches für meine eigenen Werke ziehen?

Glücklicherweise musst du dir dafür in der Regel nicht das ganze Buch antun. Es genügt meistens, sich einen fundierten Überblick über den Text zu verschaffen und dann zu analysieren, was andere darüber schreiben.

Eine kleine Warnung bei Empfehlungen von Freunden: Manchmal ist bei Büchern, die uns wärmstens ans Herz gelegt wurden, unsere eigene Erwartungshaltung schlichtweg zu hoch – wir können fast nur enttäuscht werden. In diesem Fall lohnt es sich, das Buch wegzulegen, etwas Zeit verstreichen zu lassen und ihm später eine neue Chance zu geben. Genau auf diese Weise bin ich zum Beispiel rettungslos süchtig nach den Büchern von Neil Gaiman geworden.

Fall 2: Der Funke springt nicht über (Die Anatomie des Scheiterns)

Auch dieses Phänomen kennt jeder: Du hast dir einen neuen Roman aus deinem Lieblingsgenre gekauft, vielleicht sogar von einer geschätzten Autorin. Cover und Klappentext reißen dich mit. Die erste Seite liest du mit purer Begeisterung. Doch dann blätterst du weiter … und der Funke springt einfach nicht über. Ab Seite 30 beginnst du, dich ernsthaft zu langweilen.

Gerade wenn es sich um ein Buch aus dem Genre handelt, in dem du selbst schreibst, solltest du jetzt nicht einfach aufhören. Im Gegenteil: Schalte den analytischen Handwerker-Blick aus Kapitel 2 ein und seziere die Anatomie dieses Scheiterns. Warum funktioniert dieser Text nicht, obwohl die Prämisse großartig ist?

  • Sind die Charaktere zu flach, inkonsistent oder unsympathisch gezeichnet?
  • Schleppt sich das Pacing?
  • Hat der Plot logische Schlaglöcher, durch die ein LKW passt?
  • Gibt es handwerkliche oder sprachliche Mängel, die dich immer wieder aus der Fiktion reißen?

Wenn du es schaffst, die Schwächen dieses Buches präzise zu identifizieren und zu benennen, hast du schon 90 % des Weges zu einer wesentlichen schriftstellerischen Lektion hinter dir. Aus Fehlern lernt man – und am entspanntesten lernt man aus den Fehlern anderer.

💡 Takeaway: Schlechte Bücher lesen

  • Erlaubnis zum Abbruch: Langweilt dich ein Buch? Leg es weg. Das Leben ist zu kurz.
  • Analysiere Hypes: Wenn ein furchtbares Buch ein Bestseller ist, studiere den Zeitgeist und das Marketing dahinter.
  • Studiere das Scheitern: Wenn ein Buch mit toller Prämisse nicht funktioniert, suche gezielt nach den handwerklichen Fehlern (Plotholes, schwache Figuren). Finde heraus, warum es scheitert, um denselben Fehler nicht selbst zu machen.

Epilog: Helmuts Kanon (Dein Startschuss)

Ich sehe dich jetzt förmlich vor mir: Du bist am Ende dieses gewaltigen Leitfadens angekommen. Halb ängstlich, weil offenbar ziemlich viel analytische Lesearbeit auf dich wartet (keine Sorge: Es macht riesigen Spaß, wenn man sich mal daran gewöhnt hat!), und halb enttäuscht, weil ich dir hier zwar seitenweise kluge Ratschläge erteile, dir aber keinen einzigen Titel nenne, den du jetzt sofort aus der Buchhandlung nach Hause tragen kannst.

Also gut. So sei es. Ich halte mein Versprechen aus dem anfänglichen offenen Brief.

Hier sind fünf Bücher zum Thema »Schreiben«, die sich aus meiner Sicht absolut lohnen. Dein Rüstzeug für die eigene Karriere:

1. Dorothea Brande: Schriftsteller werden

Die berühmte Lektorin setzt sich in ihrem Buch nicht in erster Linie mit dem Erzählen selbst, sondern mit der Arbeit und der Persönlichkeit des Schriftstellers auseinander. Über den Umgang mit dem »inneren Kind« spricht sie ebenso wie über den Arbeitsplatz, die Arbeitszeit und so banale Fragen wie »Kaffee oder Tee?«. Sehr lesenswert – und die beste Einführung in die Tätigkeit des Schreibens, die ich kenne.

2. Stephen King: Das Leben und das Schreiben (On Writing)

Halb Autobiografie, halb Werkstattbericht von einem der unbestrittenen Rockstars des buchgewordenen Grusels. Der Text ist durchsetzt mit einer Vielzahl von grandiosen Tipps zum Schreiben und Überarbeiten – nebst dem besten Hinweis zum Umgang mit schlechter Kritik, den ich je gelesen habe. Welcher das ist? Nicht nur deshalb solltest du dieses Buch lesen.

3. Lajos Egri: Dramatisches Schreiben

Lajos Egri hat ganze Generationen von amerikanischen Autoren ausgebildet. Hier erfährst du alles, was du wissen musst, lernst das Grundvokabular der Dramaturgie kennen und bekommst zudem eine grundsolide Anleitung zum Schreiben an die Hand. Keine einfache Kost – aber es lohnt sich gewaltig.

4. Joseph Campbell: Der Heros in tausend Gestalten

Was haben Odysseus und James Bond gemein? Sie befinden sich – real oder metaphorisch – auf einer Reise: Der Heldenreise (Hero’s Journey), die Campbell in seinem wegweisenden Text beschreibt. Dieses zugegeben nicht ganz einfache Buch war bereits Inspiration für Generationen von Schriftstellern. Es gibt kaum einen ernsthaften Schreiblehrgang, der dieses Werk nicht ausführlich behandelt.

5. Ludwig Reiners: Stilfibel. Der sichere Weg zum guten Deutsch.

Der Band hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und viele Beispiele haben heute eine gewisse historische Patina angesetzt. Dennoch gibt es meiner Meinung nach noch immer kein besseres Buch zur Stilschulung. Lesen. Zu Herzen nehmen. Besser schreiben.

Ich wünsche dir bei deiner künftigen Lektüre – ob analytisch oder rein zum Vergnügen – wahnsinnig viel Spaß. Schnapp dir jetzt ein Buch und leg los.

Und dann setz dich an deinen Schreibtisch. Ich harre eines Probeexemplars deines ersten Buches!

Dein Helmut Barz

Mehr zum Thema:

Bücher zu Sprache und Stil

Auch nach mehr als drei Jahrzehnten professionellen Schreibens weiß ich nicht immer, wie sich etwas schreibt, wo ein Komma hingehört oder ob es nach einem Doppelpunkt groß oder klein weitergeht. Dann ziehe ich diese Bücher zurate.
Bücher über das Schreiben als Beruf

Bücher über das Schreiben als Beruf

Gute Bücher über das (professionelle) Schreiben und das Berufsbild bzw. das Arbeitsumfeld von Schreibenden sind rar. Hier stelle ich meine Favoriten vor.

Bücher zu Kunst und Handwerk des Erzählens

Storytelling, die Kunst des Erzählens, steht mit Mittelpunkt meines beruflichen Schaffens – sowohl als Texter als auch als Romancier. Diese Bücher fand ich besonders hilfreich.
Bücher zum theatralen Erzählen

Bücher zum theatralen Erzählen

Das theatrale, szenische Erzählen ist nicht nur auf die Bühne beschränkt – und es eröffnet Perspektiven für den Handlungsbau und die Figurenentwicklung.

Bücher zum filmischen Erzählen

Ob man nun Drehbücher schreiben will oder Romane: Filmisches, audiovisuelles Erzählen prägt unsere Umwelt und auch unser Schreiben. Diese Bücher bieten einen guten Einstieg.

Von Exposé bis Kreativität: Weitere nützliche Bücher

In diesem Artikel versammle ich weitere Buchtipps zu unterschiedlichen Bereichen des Schreibens, von der Exposé- und Klappentexterstellung bis zu Kreativitätstechniken.
Das Herz des Algorithmus schlägt nicht

Das Algorithmus-Herz schlägt nicht

Warum der Buchmarkt auf Nummer sicher geht, wie wir uns durch KI imitierbar machen – und wie Autor:innen wieder unverwechselbar werden.

12 Gründe, jetzt deinen Roman zu schreiben

Du träumst doch davon, einen eigenen Roman zu schreiben, oder? In diesem Artikel gebe ich dir 12 Gründe dafür, es tatsächlich zu tun.

Weitere Leitfäden:

KI-Kennzeichnungspflicht für Autor:innen – Ein Leitfaden

Keine Panik vor dem AI Act: Der KI-Kennzeichnungs-Leitfaden für Autor:innen und Self-Publisher

Der EU AI Act tritt in Kraft und Plattformen wie Amazon KDP verschärfen ihre Regeln. Was bedeutet das ganz konkret für deinen Buch-Upload? Dieser Leitfaden bringt Klarheit in das rechtliche Chaos rund um die Kennzeichnung von KI-generierten Texten und Covern. Erfahre, wo der Unterschied zwischen »KI-assistiert« und »KI-generiert« liegt, und nutze meine praktischen Mustererklärungen für…
Die elf goldenen Regeln der Typografie

Die elf goldenen Regeln der Typografie

Gute Typografie ist unsichtbar, schlechte tut weh und ruiniert den Text. Dieser umfassende, unterhaltsame Leitfaden erklärt Anfängern wie Profis, worauf es im Schriftsatz wirklich ankommt. Entdecken Sie die Geheimnisse von Mikro- und Makrotypografie, perfekten Leerzeichen, mathematischen Satzspiegeln und der Vermeidung klassischer Anfängerfehler.

Glossar Typografie: Diese Begriffe solltest du kennen

Wer ein Buch schreiben oder veröffentlichen möchte, stößt unweigerlich auf typografische Fachbegriffe. In diesem kompakten Glossar erklären wir dir als Autor die wichtigsten Vokabeln aus der Buchgestaltung und dem Schriftsatz – von A wie Antiqua bis Z wie Zeilenabstand. So bist du perfekt gerüstet für die Zusammenarbeit mit Setzern und Verlagen.

Gefällt dir, was du liest?

Dann abonniere die SchreibDepesche. Alle paar Wochen eine Depesche von mir ins Postfach – neue Geschichten, Gedanken über Sprache und die Welt, ab und zu was Handfestes fürs eigene Schreiben. Kein Dauerfeuer, kein Verkaufsgerede, jederzeit abbestellbar.